Zum Inhalt
Fakultät Architektur und Bauingenieurwesen

Entwicklung eines Prognoseverfahrens zur Ermittlung von Bauwerkserschütterungen im Nah- und Fernfeld einer Emissionsquelle

Foto von Tabitha Jerrentrup © BMSD ​/​ TU Dortmund
Vortrag von M. Sc. Tabitha Jerrentrup - 31.03.26, 11:00 / Fakultätsraum, GB II, EG.

Schwingungen infolge technischer Anlagen und Verkehrseinwirkungen können den Nutzungskomfort von Gebäuden sowie den Betrieb schwingungssensibler Geräte erheblich beeinträchtigen und stellen daher eine wichtige Fragestellung im Bauwesen dar. In der ingenieurpraktischen Anwendung werden zur Prognose solcher Bauwerkserschütterungen häufig vereinfachte normbasierte Verfahren eingesetzt, während detaillierte numerische oder messtechnische Analysen zwar präzisere Ergebnisse liefern, jedoch mit erheblichem Aufwand verbunden sind. Dadurch entsteht eine methodische Lücke zwischen schnellen, aber teilweise ungenauen Abschätzungen und aufwendigen, hochgenauen Untersuchungen. In diesem Vortrag wird ein Ansatz zur Entwicklung eines vereinfachten und zugleich belastbaren Prognoseverfahrens zur Abschätzung von Bauwerkserschütterungen im Nah- und Fernfeld von Emissionsquellen vorgestellt. 
Der Schwerpunkt liegt auf der systematischen Identifikation und Quantifizierung derjenigen Parameter, die die Schwingungsimmissionen in Bauwerken maßgeblich beeinflussen. Methodisch basiert die Arbeit auf einer Kombination aus Literaturauswertung, analytischen Betrachtungen, numerischen Finite-Elemente-Simulationen sowie messtechnischen Untersuchungen an realen Bauwerken. Ziel ist es, auf dieser Grundlage ein reduziertes Prognosemodell zu entwickeln, das mit vertretbarem Aufwand anwendbar ist und gleichzeitig eine zuverlässige Abschätzung von Bauwerkserschütterungen ermöglicht.